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Das FEstival 2019

29. März - 31. März 2019 • FORUM Merzhausen


Håkon Kornstad • Jazz meets Opera!

Sonntag, 31. März 2019 • Matinee - 11:00 Uhr


Håkon Kornstad • Solo saxophone, flute, flutonette, voice, Live looping

Sie werden Ihren Ohren nicht trauen! Weltweit einmalig.


«Opera meets Scandinavian jazz seamlessly. It could have been a virtuosic circus act, but in Kornstad’s hands was a musical tour de force.» THE GUARDIAN


...... Und siehe da: was bis dahin vielleicht eines der letzten Crossover-Tabus war, erweist sich als harmonische Verbindung zweier musikalischer Welten, ja geradezu als Liebesheirat.

Das funktioniert auch deswegen so gut, weil sich beide Welten füreinander öffnen. Kornstad ist zwar ein Jazzer, der gerne experimentiert, der auch mal zu einer Flöte greift, ein Klarinettenmundstück darauf setzt und sie zur „Flutenette“ erklärt. Er legt aber immer auch Wert auf sangliche Melodik. Aus der Welt der Oper pickt er sich hingegen weniger die virtuosen Schmetterarien heraus, als vielmehr die Passagen mit Schmelz und Herz. Aus Bizets „Perlenfischern“ etwa oder aus Christoph Willibald Glucks „Paride ed Elena“. Das Ergebnis ist eine wunderbar verträumte Musik – still, obwohl sie nicht immer leise ist; schlicht, obwohl sie nicht einfach ist; und voller Schönheit, obwohl sie nicht unbedingt auf eine perfekte Oberfläche zielt. Man muss weder Opern- noch Jazzfan sein, um das schön zu finden. Man muss sich einfach nur tragen lassen von der emotionalen Qualität dieser Musik. 

 

Wie all das nun als Solokonzert, also ohne Begleitung funktioniert?  In dieser Hinsicht lässt Kornstad Alleinunterhalterqualitäten im besten Sinne erkennen. Er hat ein kleines Maschinchen dabei, eine Loop-Maschine etwas älteren Datums, die, wie er anmerkt, nur 32 Megabyte Speicherleistung habe. Das zwinge ihn zum Minimalismus. Doch der ist natürlich keine Notlösung, sondern so gewollt.

 

Jedenfalls nimmt Kornstad mit seinem Maschinchen Phrasen seines Saxophons auf, die dann in der Wiederholungsschleife mal rhythmisch leicht pulsieren, mal ein harmonisches Ostinato bilden, auf dem sich Kornstads Stimme weich bettet. Die Musik beginnt zu fließen – und das Publikum zerfließt grad mit. Es gehört wohl zur Identität eines norwegischen Musikers, die nordische Einsamkeit mit in die Musik zu packen. Nicht ohne Grund nennt Kornstad Jan Garbarek als eines seiner Vorbilder – obwohl seine Musik alles andere als ein Garbarek-Verschnitt ist, im Gegenteil zu einer ganz eigenen Originalität gefunden hat. Und egal, ob Kornstad französische oder italienische Arien wählt, in seiner Adaption holt er sie zurück in die Weite Norwegens. Drei Zugaben fordert das restlos begeisterte Publikum von Kornstad ein. Als letzte spielt er eine Adaption einer Arie aus Jules Massenets „Manon“. Wie eine stille Weise wirkt sie nun – wie ein Wiegenlied, mit dem dieser bemerkenswerte Musiker sein Publikum in eine sternklare Oktobernacht entlässt.

(Auszug aus dem SÜDKURIER vom 13.10.2017 - Autorin: Elisabeth Schwind)

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