Foyer Jazz-Club • Marc CoplaND & Daniel Schläppi

Freitag • 15. November 2019 • 20:00 Uhr

Ein musikalischer Glücksfall (Der Bund - CH)


CD Release Concert "Essentials live"


Kommunikation und Empathie

Marc Copland und Daniel Schläppi sind beide erfahrene Meister des Duo-Spiels. Die lebenslangen Zwiegespräche von Copland mit seinen berühmtesten Gegenübern John Abercrombie, Dave Liebmann, Ralph Towner und Greg Osby sind legendär. Musikalisch von ebensolcher Qualität sind auch Coplands bisher einzigen Kooperationen mit Bassisten. Von Gary Peacock und Daniel Schläppi sagt er denn auch: Mit ihnen habe ich von Anfang an eine auf Intuition basierende Beziehung aufbauen können.

Ein Glück also, dass sich Marc Copland, der Klangmagier von Weltrang, und Daniel Schläppi 2010 überhaupt begegnet sind, als der renommierte Schweizer Bandleader und Bassist dank eines Kunststipendiums für ein halbes Jahr in die New Yorker Jazzszene eintauchen durfte. Marc bemerkte bald: The communication and empathy between us seems very clear … You get a real nice feel on the bass! Wie wahr, hatte es in diesem Duo doch gleich von Beginn weg gefunkt! Nachdem die beiden einen herrlichen Frühsommer lang in Marcs Wohnzimmer zur Freude für sich gespielt hatten, nahmen sie ihren vielbeachteten Duo-Erstling auf, der 2012 erschienen ist und in der Fachwelt große Wellen geschlagen hat:

Foyer Jazz-Club Highlight am 15. November 2019
Marc Copland & Daniel Schläppi


Spaziergang auf den Wolken höheren musikalischen Verständnisses … Eines der schönsten und wertvollsten Alben der Saison (Musenblätter D) Ein Meister des intimen Dialogs … ‹Essentials› muss zu den schönsten Duo-Aufnahmen der jüngeren Jazzgeschichte gezählt werden (Jazzpodium D) bis wirklich nur noch die Essenz übrig bleibt. Und deren Aroma ist bekanntlich besonders intensiv (Stern D) gemeinsamer Bewusstseinsstrom (Audio D) Telepathie … wunderschöne Duo-Aufnahme (Landbote CH) gleichberechtigte Brillanz in einem grossen Fluss der Kommunikation (Leipziger Volkszeitung D) harmonisch auf absolut gleicher Höhe (Westzeit D) wundervolle, entspannt-intensive Duo-Einspielung zweier Meister (FRIZZ Frankfurt D) wunderbare Wahlverwandtschaft … Meisterstreich … musikalischer Glücksfall (Der Bund CH) Gänsehaut-Duo (Aargauer Zeitung CH) Un disque magnifique … symbiose totale (mozaic-jazz.com F) Série de relectures d’une beauté automnale à vous couper le souffle (wjaz.musicblog.fr F)


Traumtanz zu beglückenden Hörerlebnissen

Daniel Schläppi und Marc Copland kreieren eine traumtänzerische Musik, lassen alles in der Schwebe und demonstrieren dabei ein Interplay der besonderen Art. Über Reduktion und Weglassung zur Essenz, könnte das Programm des Duos heissen. Bald bereitet ein magistraler Bass ein breites Bett für den unerschöpflichen Ideenfluss des betörenden Melodikers am Klavier. Bald wechseln die Rollen.

 

Copland, der Meister des Akkordischen, ist ein Magier der Vielstimmigkeit. Wenn er seine unverkennbaren Voicings ineinander verschachtelt und dann wieder überraschend auflöst, hat das etwas ungeheuer Somnambules – wie wenn man einem Schlafwandler beim unfehlbaren Balanceakt über den Hausfirst zuschaut. Dazu kommt sein unvergleichlich feiner, samtiger Anschlag und eine stupende Pedaltechnik. Das Resultat dieser Mixtur ist überwältigende Klavierkunst, welche die Hörenden in ein ätherisches Fluidum entführt und Raum und Zeit zu Klang verschmelzen lässt.

Im Repertoire sind Eigenkompositionen und selten gehörte Klassikern der Jazztradition, die unter den unter den Händen von Copland und Schläppi ein ganz eigenes Gepräge bekommen und klingen wie Oden an die Schönheit der wohlklingenden Dissonanz. Ob Jazzstücke frisch klingen, ist eine Frage der Gestaltungskraft und Risikobereitschaft der Interpreten. Wenn Marc und Daniel sich im Fluss der Inspiration treiben lassen, hört sich das an, wie das intensive spontane Zwiegespräch zweier Seelenverwandter.

 

Zwei Authentiker auf der Höhe ihrer Schaffenskraft

Auf die Vita von Marc Copland, dem Klangmagier von Weltrang, braucht nicht im Detail eingegangen zu werden. Als Spätstarter am Klavier – sein Erstinstrument war das Saxophon – hat er sich in den letzten Jahren den Status einer erstrangigen Jazzberühmtheit erspielt, wie zwei unlängst produzierte ECM-Alben im Trio mit Gary Peacock und Joey Baron dokumentiert.

Daniel Schläppi hat in den letzten 14 Jahren 14 Alben als Leader, Co-Leader und Produzent herausgebracht, davon mehrere in Duo- bzw. schlagzeugloser Triobesetzung. Auf den CDs waren nebst Copland herausragende Exponenten der jüngeren europäischen Szene wie Jorge Rossy, Nils Wogram, Colin Vallon, Tomas Sauter und Domenic Landolf mit von der Partie. Schläppi fungierte stets vielseitiger Ideenlieferant (Aargauer Zeitung), als verlässlicher Begleiter und einfallsreicher Solist (NZZ am Sonntag), Meister der groovenden Sounds (Berner Zeitung), als Partner mit grossem Sound und mächtige Drehscheibe (Radio DRS) als Gravitationszentrum (Weltwoche) oder Nonkonformist durch und durch (Berner Zeitung).

 

Verständlicherweise haben alle seine Alben beste Bewertungen bekommen: Grosser Wurf … feinsinnige Musik … eine wahre Freude … Weltklasse (Jazzthing), Höchstgrad an Kreativität (All About Jazz US), Europäischer Jazz der Spitzenklasse … Jazz-Offenbarung (Online Musik Magazin), fulminantes Konzert … hochklassige Tonträger (NZZ am Sonntag), atemraubend (Frankfurter Rundschau), überragende Musikalität (kultura-extra.de), rauschhafte Momente (Deutschlandfunk), emotionale Intensität, die bewegt (Jazzthetik), Sensation (Jazzpodium), unangestrengte, ornettsche Heiterkeit … Worldclass (Weltwoche).

 

Das Duo als musikalische Kommunikation in Essenz

Grosse Duo-Kunst beruht auf langjährigem kreativem Schaffen der Dialogpartner. Die beteiligten Musiker müssen ihre eigene Sprache und ihre Fähigkeit und Bereitschaft zum Momentspiel bereits perfektioniert haben, denn das Duo ist die Paradedisziplin, das Mass der Dinge im kommunikativen Jazz. Keine andere Besetzung birgt so viel Potential für Interaktion und Inspiration im Moment wie das Duo. Daniel Schläppi und Marc Copland kreieren fungieren wechselweise als Partner und Impulsgeber, als Alter Ego und Kommentator und eröffnen sich so ungeahnte Räume und Perspektiven. Sich gegenseitig getragen zu wissen, sich verlassen zu können, schafft die Grundlage, um sich gehen lassen, von den vertrauten Pfaden abweichen und das Geschehen dem Moment überlassen zu können. In Betracht der unendlich vielen Freiheiten und Möglichkeiten, die als echte Jetztkunst praktizierte Musik in jeder Millisekunde offen lässt, ist gewollter Kontrollverlust das beste Rezept um selbst aus gefährlicher Fallhöhe stets wohlbehalten auf den Füssen zu landen. 


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