Special Event

Hommage • Eberhard Weber • 80 Jahre

Film • Résumé • Konzert • Cover-Ausstellung

Sa.  25. Januar 2020 - FORUM Merzhausen -19.30 Uhr



Zunächst öffnet Eberhard Weber auf bekannt humorige Weise seinen reichhaltigen Jazzmusiker Anekdoten-Schatz. Er berichtet von Erlebnissen mit berühmten Musiker-Kollegen wie Jan Garbarek, Gary Burton, Ralph Towner, Wolfgang Dauner, Rainer Brüninghaus, ECM Produzent Manfred Eicher, Pat Metheny und auch der Pop-Ikone Kate Bush. Abschließend wird Eberhard Weber auf den folgenden Filmausschnitt überleiten und die Entstehungsgeschichte des Jubilee-Konzerts von 2015 im Theaterhaus Stuttgart beleuchten.

forum jazz e. V. zeigt anschließend den gut 30-minütigen Konzertmitschnitt des Jubilee Konzerts, welches anlässlich des 75. Geburtstags von Eberhard Weber im Januar 2015 im Theaterhaus Stuttgart stattfand. Die von Pat Metheny komponierte Suite "Hommage à Eberhard Weber", basiert auf Aufnahmen von Solo-Improvisationen Webers, die in Methenys einfühlsamer Orchestrierung von der SWR-Big-Band mit Metheny, Gary Burton, Scott Colley und Danny Gottlieb meisterhaft interpretiert werden.  Die Idee und deren Umsetzung sind schlichtweg genial. 


Eine Ausstellung sämtlicher 35 Covers der ECM Produktionen an denen Eberhard Weber beteiligt war, wird im Foyer des FORUM Merzhausen zu sehen sein.  Der Jubiliar wird persönlich durch die Ausstellung führen. Eine einmalige Visualisierung des Lebenswerks eines der wenigen deutschen Jazzmusiker von Weltruf. 


Als Höhepunkt des Abends wird der seit 1996 in der Schweiz lebende Schwede Björn Meyer ein Bass Solo Konzert zu Ehren von Eberhard Weber geben. Meyer spielte als Kind Klavier, lernte in der schwedischen Jugend-Musikschule zunächst Trompete, sang im Knabenchor und spielte Gitarre in lokalen Punk-Bands. Mit 18 Jahren wechselte er zum E-Bass um seit 1989, nach Abschluss eines Informatik- und Physik-Studiums, als professioneller Musiker tätig zu sein. 2017 veröffentliche das Münchner Kult-Label ECM das Bass Solo Album Provenance.  Es gibt eine starke Tradition von Solo-Bass-Alben bei ECM, allerdings ist Provenance das erste, das der elektrischen Bassgitarre gewidmet ist. Björn Meyer, 1965 in Stockholm geboren, hat über die Jahre eine unverwechselbare Stimme auf seinem Instrument entwickelt, und das in höchst unterschiedlichen Kontexten: mit der persischen Harfenistin und Sängerin Asita Hamidi, dem schwedischen Nyckelharpa-Spieler Johan Hedin oder dem tunesischen Oud-Meister Anouar Brahem. Eine Dekade lang war Meyer Mitglied von Nik Bärtsch’s Ronin, einer Formation, in der sein Bass häufig als Leadinstrument fungierte. In seiner Soloarbeit fasziniert ihn besonders das Zusammenspiel von elektronisch erzeugten Klängen und dem jeweiligen Konzertraum:  „Obwohl das Instrument rein technisch gesehen nicht akustisch ist, wird die Musik stark von den Eigenschaften des Raums, in dem sie gespielt wird, beeinflusst. Man darf sehr gespannt sein, wie die außergewöhnliche Atmosphäre des Foyers im FORUM Merzhausen das akustische Geschehen beeinflussen wird. 




Presse zu Björn Meyer's ECM Album Provenance


Due to its relatively young age, the bass guitar is still growing both physically and sonically. The instrument has long been treated with mistrust and even contempt in more traditional jazz circles where it is seen as a poor substitute for its larger, older brother. This makes ECM’s first release of a solo bass guitar album all the more welcome. [..] Much of the compositional material is built around mournful arpeggiated chords. The appeal of the music is how Meyer goes on to manipulate these foundations and how the glacial changes in texture draw the listener in to a state of relaxation. The chord structures draw influence from the dark ambient and post rock genres. The problem with chords on the bass guitar is that they can sound too dense. However, the bass is beautifully recorded with great clarity between the notes. […] Meyer has taken a unique approach to composition for solo bass guitar. It is one that will move the instrument forward as much as it will move the listener emotionally.

John Marley, Jazz Views

 

What wonderful surprises the ECM label can offer up with hitherto unrecognised musicians who offer atmospheric recordings of great depth and beauty. This is one such example from Swedish bassist Björn Meyer on this intoxicating all original set. Meyer has collaborated with Tunisian oud player Anouar Brahem and Persian harpist/singer Asita Hamidi and is a long-time member of the Nik Bärtsch’s Ronin band, but this solo debut is all about generating sounds on the bass. It is the hypnotic beauty of the sounds generated that impressed this writer most and the evident virtuosity is backed up by a musical mind that communicates his love of roots music across the globe.

Tim Stenhouse, UK Vibe

Was Björn Meyer für seinen E-Bass entdeckt, ist nichts Minderes als die andere, die zweite Seite der Elektrizität. Er mikroskopiert klangfarbliche Details. Es ist im Grunde nicht anders als seinerzeit bei Billie Holiday: Das Mikrofon erlaubte eine nie gekannte Intensität.  Gerade diese Seite intimer Konfessionen macht auch ‚Provenance‘ aus.

Christoph Merki, Tagesanzeiger

 

Meyers aus intuitiven Notizen entwickelte Kompositionen formen sich tatsächlich zu Songs, die unerwartet neue Wege gehen. Ja, das ist wenig Jazz, und es ist auch nicht verkehrt, wenn man sich hier an Formen des sog. ‚Postrock‘ oder an Ambient erinnert fühlt; ‚Provenance‘ ist Musik wie Atmen. […] Björn Meyer ist ein vielseitiger Klangpoet, der seine Erfahrungen in multinationalen Gruppen um Anouar Brahem und Asita Hamidi in aufs Wesentliche reduzierte musikalische Bilder überführt und damit einen reichlich persönlichen Kosmos eröffnet.

Ingo J. Biermann, Nordische Musik

 

Underrated: Playing like an atmospheric exploration of the reach of an electric guitar, this solo release from a longtime member of Nik Bärtsch's jazz-rock ensemble Ronin instead testifies to broad capabilities of its sibling the bass. Using a six-string instrument and a bank of electronics, this Swedish-born artist is just as adept conjuring a latticework of notes and echo on the album’s title track, or a rattling sort of funk on ‘Squizzle’ that recalls the more driving ventures by more stripped-down guitarists such as Leo Kottke.

 

Chris Barton, L.A. Times

 


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