Mit gerade einmal 23 Jahren! hat sich die junge britische Jazzsaxophonistin und Komponistin Emma Rawicz schnell einen Namen in der internationalen Jazzszene gemacht. Bereits im jungen Alter hat sie mit namhaften und führenden Jazzmusikern zusammengearbeitet und beeindruckt durch ihre technische Virtuosität sowie ihr tiefes musikalisches Verständnis. Ihre Musik verbindet traditionelle Jazz-Elemente mit modernen Einflüssen und zeigt ihre äußerst kreative Herangehensweise an Komposition und Improvisation. Emma Rawicz gilt als eine der vielversprechendsten Jazzkünstlerinnen Großbritanniens. Beim Jazzfestival Freiburg präsentiert Sie ihr neues Album INKYRA, das beim renommierten deutschen ACT Label erschienen ist.
Sie sieht Farben, wenn sie komponiert und wenn sie improvisiert, die 23-jährige britische Saxofonistin Emma Rawicz. Dies erlaubt ihr, sich intuitiv mit geschlossenen Augen den fein getönten inneren Stimmungen hinzugeben, die sie in Töne umsetzt. Und das macht ihre Musik bei aller Raffinesse so dynamisch, stark und emotional.
Was macht eine Melodie berührend? Emma Rawicz stammt aus einer ländlichen Küstenregion in Devon, sie sagt, sie sei "verwöhnt worden" durch so viel landschaftliche Schönheit und die Nähe des Meeres. Jetzt ist die Tenorsaxofonistin nahezu ein Drittel des Jahres auf Tour, in kleinen Clubs und auf großen Festivals, an ihrem neuen Album "Inkyra" mit ihrem gleichnamigen Sextett hat sie vier Jahre lang gearbeitet. Es begann in einem Kompositions-Seminar an der Royal Academy of Music in London: die Frage war, was wohl eine Melodie bewegend macht, was sie Menschen berühren lässt. Plötzlich hatte Emma Rawicz eine Melodie im Kopf, der Unterricht war fast zu Ende, sie sang innerlich weiter, rannte nach Hause. Sie schrieb die Melodie sofort auf, "Earthrise" wurde der Ausgangspunkt für ihr neues Album. Für die weitere Entwicklung ließ die Saxofonistin sich Zeit, die Musik sollte organisch wachsen. Währenddessen stieg Emma Rawicz tiefer in die Musik der Songwriterin Joni Mitchell ein, wieder ging es darum, wie man mit ein paar Tönen in den Kern treffen und ein starkes Gefühl erzeugen kann. Bei Joni Mitchell gibt es diese kleinen Vignetten in ihren Texten, mit denen sie in knappen Worten eine ganze Welt erschaffen kann. Ich versuche Musik zu schreiben, die davon inspiriert ist. Emma Rawicz hat jede Menge Follower und Fans, vor allem aber eine Reife und eine Leidenschaft für den Jazz, die in ihrem jungen Alter staunen lässt. "Das soziale Element der Musik" fasziniert die junge Künstlerin, es geht ihr darum, sich mit anderen Menschen zu verbinden, auch mit sich selbst, auf einer tiefen Ebene. "Jazz erfordert eine Selbsterkenntnis, an der man das ganze Leben arbeitet", sagt Emma Rawicz, "und die zu bedeutsamen Erlebnissen führen kann".